{"id":35,"date":"2015-10-01T19:41:57","date_gmt":"2015-10-01T17:41:57","guid":{"rendered":"https:\/\/test.feuerwehr-sevelen.de\/?p=35"},"modified":"2022-08-29T16:54:32","modified_gmt":"2022-08-29T14:54:32","slug":"insekten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.feuerwehr-sevelen.de\/?p=35","title":{"rendered":"Insekten"},"content":{"rendered":"<div class=\"item-page\">\n<p><strong>Kommt die Feuerwehr auch zur Beseitigung von Nestern von Wespen und Bienen?<\/strong><\/p>\n<p>Wespen, Bienen und \u00e4hnliche Insekten, stellen keine Gefahr dar. Alle Tiere dieser Gattung k\u00f6nnen stechen. Dies ist zwar schmerzhaft, in der Regel jedoch nicht besonders gef\u00e4hrlich oder gar t\u00f6dlich wenn keine Allergien o.\u00e4. vorliegen. Falls Personen mit Insektengiftallergie (2- 3% der Bev\u00f6lkerung) gestochen werden sollten, k\u00f6nnen diese Stiche schwerwiegende Folgen haben.<\/p>\n<p>Die Feuerwehr r\u00fcckt zu Wespennestern o.\u00e4. nur dann aus, wenn eine konkrete Gefahr vorliegt. Eine Gefahr durch Insekten ist dann gegeben, wenn die Nutzer einer Einrichtung in ihrer Mobilit\u00e4t so weit eingeschr\u00e4nkt sind, dass sie sich vor dem Insektenbefall nicht mehr ausreichend sch\u00fctzen k\u00f6nnen. Dies ist in erster Linie z.B. in Krankenh\u00e4usern, Kinderg\u00e4rten und Altenheimen gegeben.<\/p>\n<p>Insekten leben nur wenige Monate, daher kann man die Nester im Herbst problemlos entfernen und umsiedeln. Diese sind um diese Jahreszeit verlassen und stellen keine Gefahr mehr dar.<\/p>\n<p><strong>Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen<\/strong><br \/>Jeden Sommer h\u00e4ufen sich die Klagen \u00fcber Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen. An s\u00fc\u00dfem naschende Wespen oder ein Hummelnest im Schulhof sind einige Beispiele solcher Konflikte. Alle sozialen Wespen- und Hummelarten bilden im Gegensatz zu der Honigbiene ein nur f\u00fcr wenige Monate bestehendes Volk. H\u00e4ufig ist nicht bekannt, dass Wespen durch die Bejagung von Ernte- und Forstsch\u00e4dlingen eine \u00f6kologisch und \u00f6konomisch wichtige Bestandsregulation aus\u00fcben.<\/p>\n<p><strong>Sandbienen<\/strong><br \/>Der Nestzyklus der Sandbienen erstreckt sich von Mai bis August. Sandbienen graben an sandigen Pl\u00e4tzen (z.B. Spielpl\u00e4tze, Kita) G\u00e4nge in den Boden und richten hierin ihre Nester ein. Erkennbar sind die Nester an vielen kleinen L\u00f6chern im Boden an deren Eingang sich kleine Sandh\u00fcgel befinden. Von Sandbienen geht im Allgemeinen keine Gef\u00e4hrdung aus. Sie stehen unter Naturschutz und ihre Nester k\u00f6nnen nicht umgesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>Mauerbienen<\/strong><br \/>Aus dem Namen leitet sich ab, dass Mauerbienen im Mauerwerk ihre Eier in vorhandene Risse und L\u00f6cher ablegen. Der Nestzyklus erstreckt sich hier ebenfalls von Mai bis August. Auch von Mauerbienen geht im allgemeinen Gef\u00e4hrdung aus. Sie k\u00f6nnen nicht umgesetzt werden. Bienenv\u00f6lker k\u00f6nnen eine maximale Volksst\u00e4rke von bis zu 10.000 Tieren erreichen.<\/p>\n<p><strong>Hummeln<\/strong><br \/>Hummeln bauen ihre Nester oft in Erdh\u00f6hlen und anderen unterirdischen Hohlr\u00e4umen wie z.B. alte Hasen- und M\u00e4usenester. Der Nestzyklus erstreckt sich von M\u00e4rz bis August. Die K\u00f6nigin baut die erste Wabe aus Wachs und zieht dort die erste Generation von Arbeiterinnen heran und stirbt im Herbst. K\u00f6niginnen sind die gr\u00f6\u00dften Tiere innerhalb eines Volkes. Ein Volk besteht bei Hummeln aus ca. 300 Tieren. Hummeln ern\u00e4hren sich und ihre Brut mit Pollen und Nektar. Erkennbar sind sie an ihren zwei gelben Streifen und dem wei\u00dfen Hinterteil.<\/p>\n<p>Eine Ausnahme bildet die Baumhummel. Sie gr\u00fcndet ihr Nest in B\u00e4umen (alte Vogelnester aber auch im Dachgescho\u00df von Geb\u00e4uden) und ist aggressiv. Die Farbe der Baumhummel ist grau mit schwarzen Streifen. Hummeln sind in der Lage sich bei Gefahr gegenseitig zu alarmieren, gelten im Allgemeinen aber als ungef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Hummelnester k\u00f6nnen umgesetzt werden. Das Umsetzen wird momentan von der Freien Universit\u00e4t, Institut f\u00fcr Biologie\/Zoologie vorgenommen. Die Aufwandsentsch\u00e4digung hierf\u00fcr betr\u00e4gt zwischen 50,- und 100,- \u20ac. Das Umsetzen von Nestern der Baumhummel ist aufgrund der in den Baumkronen sitzenden Nester mitunter schwierig.<\/p>\n<p><strong>Wespen<\/strong><br \/>Bei den Wespen wird unterschieden zwischen den Feldwespen die sehr selten sind, den Langkopf- sowie den Kurzkopfwespen. Der Unterschied zwischen der Langkopf- und der Kurzkopfwespe besteht im Abstand vom unteren Augenrand bis zum Kauwerkzeug und ist f\u00fcr den Laien schwer zu erkennen. Der Nestzyklus der Langkopfwespe beginnt im Mai und dauert ca. zwei Monate. Sie bauen etwa fu\u00dfballgrosse h\u00e4ngende Wabenetagen (Nester) aus einer papierartigen Holzmasse (zerkleinertes Holz mit Speichel vermengt). Hat das Nest bereits die beschriebene Gr\u00f6\u00dfe erreicht ist eine Umsetzung wenig sinnvoll, weil der Nestzyklus ohnehin bald beendet ist. Die Kurzkopfwespe hingegen baut ihr etwa doppelt so gro\u00dfes Nest haupts\u00e4chlich im Erdreich. Der Nestzyklus beginnt im April und dauert bis Ende Oktober. Wespen sind Allesfresser (Aas, erbeutete Insekten, s\u00fc\u00dfe Pflanzens\u00e4fte, Lebensmittel) und ein Nest kann 1.000 bis 10.000 Tiere beherbergen.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich werden vorhandene Nester im folgenden Jahr nicht erneut besiedelt. Es ist aber m\u00f6glich, dass sich Wespen \u00fcber mehrere Jahre hinweg an der gleichen Stelle ein Nest errichten. Dies h\u00e4ngt in erster Linie von dem Standort ab. Die Beseitigung von Wespennestern erfolgt durch den Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfer.<\/p>\n<p><strong>Hornissen<\/strong><br \/>Der Nestzyklus der Hornissen beginnt im Mai und endet im Oktober. Ein Hornissenvolk besteht aus 300 bis 1.000 Tieren. Sie ern\u00e4hren sich von Insekten und von Pflanzens\u00e4ften &#8211; nicht von Fr\u00fchst\u00fccksbr\u00f6tchen! Hornissen sind etwa 3-4 cm gro\u00df, Wespen etwa 1-2 cm, und an ihrer br\u00e4unlich-gelben F\u00e4rbung gut zu erkennen. Wespen weisen eine schwarz-gelbe F\u00e4rbung auf. Hornissennester k\u00f6nnen fr\u00fchestens ab Mitte Juni umgesetzt werden.<\/p>\n<p>Spezielle Probleme bei Hornissen:<\/p>\n<ul>\n<li>\u00a0\u00a0\u00a0 Starkes Vorurteil \u00fcber die Stichwirkung, Tiere sind &#8222;lediglich&#8220; gr\u00f6\u00dfer als Wespen!<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\u00a0\u00a0\u00a0 Hornissen sind nachtaktiv und fliegen auf Licht. Man kann sie mit einem Glas fangen und wieder aussetzen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\u00a0\u00a0\u00a0 Wenn Hornissen und Wespen auf Nahrungssuche sind, stechen sie nicht!<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\u00a0\u00a0\u00a0 Nur Honigbienen verlieren beim Stechen ihren Stachel, weil ihr Hinterleib zu schwach ist den Stachel wieder heraus zu ziehen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\u00a0\u00a0\u00a0 Hornissen koten direkt unter ihrem Nest ab, hieraus resultiert eine Geruchsbel\u00e4stigung.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\u00a0\u00a0\u00a0 Hornissen k\u00f6nnen ab etwa August Sekund\u00e4rnester gr\u00fcnden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Das M\u00e4rchen von den 7 Stichen<\/strong><\/p>\n<p>Besonders die Hornisse ist wegen ihres angeblich lebensgef\u00e4hrlichen Stiches gef\u00fcrchtet &#8211; bereits 7 Stiche sollen ein Pferd t\u00f6ten k\u00f6nnen hei\u00dft es im Volksmund, wohingegen die Hummel harmlos sei da sie nicht stechen k\u00f6nne.<br \/>Tatsache ist, dass alle sozialen Wespen und Bienen (auch die Hummel) stechen k\u00f6nnen; ihr Stich ist schmerzhaft, aber nicht besonders gef\u00e4hrlich oder gar t\u00f6dlich. Nur Stiche im Mund oder Rachen k\u00f6nnen aufgrund der Schwellung lebensgef\u00e4hrlich sein.<br \/>Eine seltene (ca. 2% bis 3% der Bev\u00f6lkerung sind davon betroffen) aber lebensgef\u00e4hrliche Ausnahme ist die Insektengiftallergie. Allergiker reagieren in der Regel auf eines von vier Proteinen im Insektengift. Wer allergisch auf einen Bienenstich reagiert kann auch auf einen Wespenstich allergisch reagieren. Eine starke Reaktion auf einen einzelnen Stich (lokale Schwellung, erh\u00f6hter Pulsschlag) ist alleine noch kein Hinweis auf das Vorliegen einer Allergie. Erst ein diagnostischer Hauttest beim Allergologen verschafft Klarheit.<\/p>\n<p><strong>Beratung und Hilfe<\/strong><br \/>Weitere Hilfe und Ausk\u00fcnfte erhalten sie bei der Gemeinde Issum, Tel.: 02835\/100<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommt die Feuerwehr auch zur Beseitigung von Nestern von Wespen und Bienen? Wespen, Bienen und \u00e4hnliche Insekten, stellen keine Gefahr dar. 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